Es war der Predigttext für den Ewigkeitssonntag: Das Gleichnis von den 10 Jungfrauen in Matthäus 25,1-13. Hier sind ein paar Impulse für die persönliche Stille, für wer will.

Noch mal eine Schriftbetrachtung aus dem Matthäus-Evangelium. Diesmal habe ich das gesamte Kapitel 19 ausgewählt. Wen es interessiert, wer eine Anregung für seine eigene Stille sucht: Hier, bitte schön!

Matthäus 13 - ein Kapitel voller Gleichnisse, die Jesus erzählt. Eines davon habe ich etwas etwas intensiver meditiert. Hier eine Frucht der Meditation, zum Runterladen und selber damit beten: Matthäus 13,24-30 und 36-39

In meiner Gebets-Zeit mit dem Buch Jona entstanden in den letzten Tagen folgende Impulse. Wer möchte, kann sie gerne runterladen.

Impulse

An dieser Stelle stelle ich in unregelmäßigen Abständen biblische Meditationen zur Verfügung. Sie sind entstanden als Frucht meiner eigenen Schrift-Meditation. Die Methoden können wechseln: ignatianische Schriftbetrachtung (mit allen Sinnen und mit meiner Vorstellungskraft mich in eine Geschichte hinein spüren, sehen, hören, schmecken,… mit meiner eigenen Sehnsucht in Kontakt kommen) oder eine Variation von Bibliolog (sich in eine oder mehrere Personen hinein versetzen – dazu stelle ich eine Impulsfrage).

Beide Möglichkeiten können Räume öffnen, die Geschichte persönlicher zu erleben, seinen eigenen Ort darin zu finden. Es macht die Geschichte oft viel lebendiger, dynamischer, auch brisanter, wenn ich erlebe, wie viele Stimmungen und Gefühle zwischen den Zeilen mitschwingen können.

Am Sonntag "Kantate" stand der vorgeschlagene Predigttext in der Apostelgeschichte, Kapitel 16. Kantate heißt "Singt!" -  ein Lied der besonderen Art enthält der Predigttext; ein Loblied, das Paulus und Silas im Gefängnis singen. Hier eine angeleitete Schriftmeditation zu diesem Abschnitt: Download, nur für den persönlichen Gebrauch:

Würde

Heute Morgen erinnerte ich mich auf einmal daran, wie ich vor vielen Jahren mit Würde und mit viel Respekt und Ehrerbietung behandelt wurde: In den neunziger Jahren, während meiner Jahre im Tschad, von französischen Männern: Soldaten oder Mitarbeitern der Transall-Flugzeugen, mit denen ich mehrmals geflogen bin. Diese Männer in ihren Uniformen waren ausgesprochen höflich, ehrerbietend, ritterlich, auch charmant – mit besten Umgangsformen!

Ich fühlte mich von ihnen immer mit Würde behandelt, obwohl ich mich selber gar nicht „würdevoll“ fühlte, geschweige denn irgendwelcher Ehrerbietung würdig. Wie oft bin ich schlapp und halb krank auf Reisen gegangen! Meist trug ich nur einfache tschadische Kleidung, "maßgeschneidert aus Baumwollstoffen vom Markt, dazu Flip-Flops oder Birkenstock…

Egal ob in einem der ärmsten Länder der Erde, an einem armseligen Rollfeld 100 km südlich der Sahara oder in Paris… – diese Soldaten behandelten Frauen wie mich mit Respekt. Nicht, weil ich Weiße war, glaube ich. Sondern als Frau und als Mensch. Das hat mich damals sehr berührt – und jetzt in der Erinnerung noch einmal mehr.

Zufällig liegen die Einkehrtage in der Christusbruderschaft zum Thema „Würde“ hinter mir ("Von Jesus gewürdigt - mit Würde leben")... Zufällig habe ich heute Morgen Offenbarung 5 meditiert… Beides prägt mein Verstehen von Würde. Aber um Würde zu „fassen“, mit Leben und Anschauung zu füllen und um sie selber leben zu können – und andere so behandeln zu können – vielleicht helfen dazu lebendige Menschen am meisten, die andere – wie mich damals – mit Würde behandelt haben.

Wer mag: ein paar Anregungen für die Meditation von Offenbarung 5,1-14

Beate Thiessen