Jesus hat gesagt: Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund geht. Ich wünsche Ihnen, dass die Impulse auf dieser Seite Sie „nähren“.

Ganz unten finden Sie eine Übersicht der bisherigen Meditationen.

 

Apostelgeschichte 3,1-10: Die Heilung eines Gelähmten

Wie wirkt der Heilige Geist? Wie erfahren die Apostel nach Pfingsten seine Kraft? Davon erzählt diese Geschichte.

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Es ist die Zeit nach Pfingsten. Die Apostel predigen und verkündigen öffentlich, dass Gott hinter Jesus steht; dass er ihn zum „Christus“ gemacht, zum Retter und Erlöser für alle Menschen. Die Apostel predigen – zunächst an Pfingsten; und dabei erfahren sie, wie Gottes Heiliger Geist ihnen Kraft und Vollmacht schenkt. Und Mut, überall von Jesus zu reden. So auch in den nächsten Tagen und Wochen, und so auch in der folgenden Geschichte.
Ich lade Sie in der folgenden Schriftmeditation dazu ein, sich in einige Personen der Geschichte hineinzuversetzen. Was mag diese Person wohl gedacht oder gefühlt haben? Es ist nicht wichtig, ob diese Person das wirklich gedacht hat; uns hilft es, den Menschen der Geschichte näher zu kommen und die Geschichte lebendiger zu erleben. Und ich wähle auch nicht nur Personen aus… lassen Sie sich einmal überraschen! (Bei meinen Impulsen rede ich sie mit „Du“ an).
Ich lese aus der Apostelgeschichte im 3. Kapitel:

Petrus und Johannes gingen zur Gebetszeit um die neunte Stunde in den Tempel hinauf. Da wurde ein Mann herbeigetragen, der von Geburt an gelähmt war. Man setzte ihn täglich an das Tor des Tempels, das man die Schöne Pforte nennt; dort sollte er bei denen, die in den Tempel gingen, um Almosen betteln.
Stell Dir einmal vor, Du bist dieser gelähmte Mann. Man hat dich gerade wieder an das „Schöne-Pforte“-Tor gebracht, so wie jeden Tag, damit du hier bettelst und ein bisschen Geld nach Hause bringst. Was geht hier in diesem Moment dir vor?
Eine Zeit der Stille, etwa 2-3 Minuten

Ich lese weiter:
Als er nun Petrus und Johannes in den Tempel gehen sah, bat er sie um ein Almosen.
Petrus und Johannes blickten ihn an und Petrus sagte: Sieh uns an! Da wandte er sich ihnen zu und erwartete, etwas von ihnen zu bekommen. Petrus aber sagte: Silber und Gold besitze ich nicht. Doch was ich habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, steh auf und geh umher!
Stell Dir vor: Du bist Petrus. Was geht in diesem Moment in Dir vor, als Du so mit dem Gelähmten redest? Was spürst Du da in Dir?
Eine Zeit der Stille, etwa 2-3 Minuten

Ich lese weiter:
Petrus fasste den Gelähmten an der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich kam Kraft in seine Füße und Gelenke; er sprang auf, konnte stehen und ging umher. Dann ging er mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott.
Stell Dir vor, Du bist der rechte Fuß des Mannes, der bisher gelähmt war. Du hast dein Leben lang lahm am Bein deines Mannes gehangen, saft- und kraftlos; unfähig, irgendetwas zu tun; zu nichts zu gebrauchen. Und nun merkst du auf einmal, wie Kraft in dich hineinströmt, wie du dich auf den Boden aufsetzen kannst, dich als Fuß belasten kannst und wie deine Kraft in dir den Gelähmten befähigt zu stehen, zu gehen und sogar umher zu springen. Wie ist das für dich?
Eine Zeit der Stille, etwa 2-3 Minuten oder auch länger

Alle Leute sahen ihn umhergehen und Gott loben. Sie erkannten ihn als den, der gewöhnlich an der Schönen Pforte des Tempels saß und bettelte. Und sie waren voll Verwunderung und Staunen über das, was mit ihm geschehen war.
Du bist eine Frau, die sieht, wie der früher gelähmte Mann da umherspringt und Gott lobt. Wir wirkt das auf Dich? Was denkst Du? Was fühlst Du jetzt?
Eine Zeit der Stille (2-3 Minuten)

Ich lasse nun den Gelähmten, Petrus, den rechten Fuß und die Frau aus dem Volk wieder in der Geschichte zurück und kehre aus der Zeit der Urgemeinde in meine Zeit zurück. Und als ich selber an meinem Ort lese oder höre ich jetzt diese Geschichte noch einmal. Wie höre ich sie jetzt?
Petrus und Johannes gingen zur Gebetszeit um die neunte Stunde in den Tempel hinauf. Da wurde ein Mann herbeigetragen, der von Geburt an gelähmt war. Man setzte ihn täglich an das Tor des Tempels, das man die Schöne Pforte nennt; dort sollte er bei denen, die in den Tempel gingen, um Almosen betteln.
Als er nun Petrus und Johannes in den Tempel gehen sah, bat er sie um ein Almosen. Petrus und Johannes blickten ihn an und Petrus sagte: Sieh uns an! Da wandte er sich ihnen zu und erwartete, etwas von ihnen zu bekommen. Petrus aber sagte: Silber und Gold besitze ich nicht. Doch was ich habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, steh auf und geh umher! Und er fasste ihn an der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich kam Kraft in seine Füße und Gelenke; er sprang auf, konnte stehen und ging umher. Dann ging er mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott.

Alle Leute sahen ihn umhergehen und Gott loben. Sie erkannten ihn als den, der gewöhnlich an der Schönen Pforte des Tempels saß und bettelte. Und sie waren voll Verwunderung und Staunen über das, was mit ihm geschehen war.
Ich komme mit Gott, mit Jesus ins Gespräch über das, was jetzt in mir lebendig ist. Ich kann ihm sagen, was ich auf dem Herzen habe, oder ich verweile im Schweigen.
Eine Zeit der Stille

Johannes 21,1-14: Der auferstandene Jesus und seine Jünger am See von Tiberias

Meditation anhören (Pausentaste betätigen, um die Pausen nach Impulsen nach Bedarf zu verlängern):

Johannes 21,1-14

Zu Beginn meiner Meditation nehme ich mich in meinem Körper wahr: Wie bin ich jetzt da? Vielleicht finde ich ein Wort für meine Gestimmtheit?

Dann spüre ich mich einmal von Kopf bis Fuß: Mein Scheitel zeigt zur Decke. Ich bin aufgerichtet vor Gott, meinem Schöpfer, der mich liebt. Auch mein Rücken kann sich aufrichten und dabei doch auch entspannt sein. Ich nehme mein Becken wahr: die Beckenschaufeln, das Kreuzbein… die Sitzhöcker… Ich kann mich innerlich und äußerlich niederlassen da, wo ich sitze… Ich spüre meine Beine, von den Oberschenkeln abwärts zu den Knien, ich spüre die Unterschenkel und meine Füße. Die Fußsohlen sind in Kontakt zum Boden; ich bin getragen…

Meine Arme spüre ich von den Oberarmen aus abwärts zu den Ellenbogen, den Unterarmen und den Händen. Die Hände können im Schoß ruhen oder auf den Oberschenkeln.

Nun achte ich auf meine Atem, wie er kommt und geht in seinem eigenen Rhythmus. Ich lausche meinem Atem eine Weile, wie er kommt und geht; und kommt und geht.

So bin ich da in diesem Moment vor Gott, vor Jesus Christus. Ich kann mich ihm überlassen, für ihn öffnen und ihm diese Zeit des Gebets schenken. Und nun lese oder höre ich einen Abschnitt aus dem Johannes-Evangelium, Kapitel 21:

1 Danach offenbarte sich Jesus abermals den Jüngern am See von Tiberias. Er offenbarte sich aber so: 2 Es waren beieinander Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Nathanael aus Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und zwei andere seiner Jünger. 3 Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sprechen zu ihm: Wir kommen mit dir. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot, und in dieser Nacht fingen sie nichts.

Mit meiner inneren Vorstellungskraft lasse ich ein Bild dieser Szene, dieser Szenen vor meinen inneren Augen entstehen: Ich schaue, ich höre, was gesagt wird, ich rieche den Geruch am See auf dem See im Boot, und ich versuche auch, die Atmosphäre zu spüren im Aufbruch und dann im Erleben der Nacht; die Stimmung der Jünger, ihre Gefühle … Und ich lasse mir dazu eine Zeit der Stille.

4 Als es aber schon Morgen war, stand Jesus am Ufer, aber die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. 5 Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. 6 Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden. Da warfen sie es aus und konnten’s nicht mehr ziehen wegen der Menge der Fische.

Vor meinen inneren Augen kann ich wahrnehmen, was da geschieht: Ich sehe die Begegnung zwischen Jesus und den Jüngern, ich höre die Worte; und ich kann versuchen, innerlich mitzuerleben, was die Jünger da erleben bei diesem Fischfang. Eine Zeit der Stille.

7 Da spricht der Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte: »Es ist der Herr«, da gürtete er sich das Obergewand um, denn er war nackt, und warf sich in den See. 8 Die andern Jünger aber kamen mit dem Boot, denn sie waren nicht fern vom Land, nur etwa zweihundert Ellen, und zogen das Netz mit den Fischen.

Ich lasse auch die Situation vor meinem inneren Auge lebendig werden: Ich schaue zu, ich höre, ich rieche und schmecke, auch die Stimmung und die Atmosphäre. Eine Zeit der Stille.  

9 Als sie nun an Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer am Boden und Fische darauf und Brot. 10 Spricht Jesus zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt! 11 Simon Petrus stieg herauf und zog das Netz an Land, voll großer Fische, hundertdreiundfünfzig. Und obwohl es so viele waren, zerriss doch das Netz nicht. 12 Spricht Jesus zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl! Niemand aber unter den Jüngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten: Es ist der Herr. 13 Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt’s ihnen, desgleichen auch den Fisch.

Ich schaue, ich höre und schmecke und rieche… und ertaste, was ich da miterlebe. Wie wirkt das auf mich? Was regt sich innerlich in mir? Eine Zeit der Stille.

14 Das ist nun das dritte Mal, dass sich Jesus den Jüngern offenbarte, nachdem er von den Toten auferstanden war.

Was wünsche ich mir jetzt von Gott, von Jesus? Ich kann mit ihm ins Gespräch kommen in einer weiteren Zeit der Stille.

Danach schaue ich kurz auf meine Zeit der Meditation zurück: Wie ist es mir ergangen? Wo war ich „ganz dabei“? Wo bin ich abgeschweift? Was hat sich in mir innerlich „geregt“, oder was ist lebendig geworden? Ich kann mir einen oder zwei Sätze notieren, wenn ich möchte, und dann meine Gebetszeit mit dem Vater Unser und dem Segen z.B. beenden.

Lukas 22,21-29: Jesus redet mit den Jüngern
Meditation anhören (bitte die Pausentaste nach den einzelnen Impulsen je nach persönlichem Bedarf betätigen):

Jesus hat mit seinen Jüngern ein letztes Mal gemeinsam das Passahmahl gefeiert. Danach hatte er sich sehr gesehnt. Und während sie noch miteinander zu Tisch liegen, so wie es damals Brauch war, spricht er von seinem bevorstehenden Tod. Und dann wendet er sich direkt an die Jünger und schockiert sie damit. Er sagt:

Doch siehe, die Hand dessen, der mich ausliefert, ist mit mir am Tisch. (…) Und die Jünger fingen an, sich untereinander zu fragen, wer von ihnen es wohl sei, der das tun würde.
Es entstand unter ihnen aber auch ein Streit darüber, wer von ihnen als der Größte gelten könne.

Ich lasse mit meiner Vorstellungskraft ein Bild dieser Szene vor meinen Augen entstehen. Ich höre die Worte… und ich sehe in die Runde der Jünger und Jesus, versuche, mir ihre Gesichtsausdrücke und ihre Gefühle vorzustellen. Was spüre ich, was nehme ich wahr? Eine Zeit der Stille…

Da sagte Jesus zu ihnen: Die Könige herrschen über ihre Völker und die Macht über sie haben, lassen sich Wohltäter nennen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern der Größte unter euch soll werden wie der Jüngste und der Herrschende soll werden wie der Dienende. (…) Ich bin unter euch wie ein Dienender.

Ich höre die Worte von Jesus. Und ich schaue wieder in die Gesichter seiner Jünger… Ich versuche, die Atmosphäre zu spüren. Was regt sich dabei in mir selber an Gedanken und Gefühlen? Eine Zeit der Stille…

Jesus redet und lehrt weiter: Ihr aber habt in meinen Anfechtungen bei mir ausgeharrt. Darum vermache ich euch das Reich, wie es mir mein Vater vermacht hat.

Ich stelle mir vor, wie Jesus das nun sagt. Was er dabei empfindet. Gerade bei dem Satz  „Ihr aber habt in meinen Anfechtungen bei mir ausgeharrt.“ Eine Zeit der Stille…

Ich komme in Kontakt mit meinen eigenen Gedanken, meinen inneren Regungen, mit meiner Sehnsucht und kann dann auch mit Jesus darüber sprechen; ihm sagen, was ich mir wünsche, oder einfach still vor ihm sein. Eine Zeit der Stille…

Lukas 17,11-19: Die Heilung der zehn Aussätzigen

Zehn aussätzige Männer bitten Jesus um Erbarmen. Er schickt sie los zu den Priestern (die waren damals dafür zuständig, eine erfolgte Heilung zu beglaubigen); und unterwegs werden alle zehn gesund. Nur einer kehrt um, um Jesus zu danken.

Meditation anhören (Pausetaste nach einem Impuls nach Bedarf betätigen):

Ich finde mich ein vor Gott. Ich nehme mich in meinem Körper wahr, von den Füßen bis zum Scheitel … Dann lausche ich meinem Atem, wie er kommt und geht … Ich bitte Gott um das, was ich mir jetzt wünsche …

Und nun höre ich:

Es geschah auf dem Weg nach Jerusalem: Jesus zog durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa. Als er in ein Dorf hineingehen wollte, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. Sie blieben in der Ferne stehen und riefen: Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns!

Ich stelle mir die Szene ganz anschaulich vor, mit all meinen Sinnen, und lasse mir dazu die Zeit, die ich brauche.

Als er (Jesus) sie sah, sagte er zu ihnen: Geht, zeigt euch den Priestern! Und es geschah, während sie hingingen, wurden sie rein.

Ich schaue auf das, was sich vor meinen Augen und Ohren abspielt und lasse es auf mich wirken. (Zeit der Stille)

Einer von ihnen aber kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme. Er warf sich vor den Füßen Jesu auf das Angesicht und dankte ihm. Dieser Mann war ein Samariter.

Ich nehme wahr, was ich sehe und höre. Und was ich dabei in mir selbst spüre. (Zeit der Stille)

Da sagte Jesus: Sind nicht zehn rein geworden? Wo sind die neun? Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem Fremden? Und er sagte zu ihm: Steh auf und geh! Dein Glaube hat dich gerettet.

Ich höre, was Jesus sagt. Ich stelle mir auch vor, wie der Samariter zuhört und die Worte von Jesus aufnimmt. (Zeit der Stille)

Was bewegt mich selbst am Ende dieser Geschichte? Was möchte ich Jesus jetzt gerne sagen, fragen, bitten, danken? (Zeit der Stille)

Am Ende meiner Meditation schaue ich zurück: Wie ist es mir ergangen mit den Impulsen, mit dem Wort Gottes? Was ist jetzt in mir lebendig, was nehme ich wahr? Ich kann mir einen Satz notieren, wenn ich möchte und meine Gebetszeit mit dem Vater Unser und dem Segen beenden.

Lukas 13,1-17: Die Heilung einer gekrümmten Frau

Das „Setting“: Jesus, eine kranke Frau, viele Menschen ringsumher und ein Mann, der sich wichtig macht… Ich staune, wie Jesus ihn durchschaut und in seine Grenzen weist.

Meditation anhören (Pausen bitte nach Bedarf einschalten):

Ich sammle mich innerlich und bitte Gott, dass er meine Zeit der Schriftmeditation segnet. Dann nehme ich mich einmal wahr, wie ich jetzt in meinem Leib da bin von Kopf bis Fuß … und spüre, wie mein Atem kommt und geht … Wenn ich so angekommen bin, öffne ich mich innerlich für das Wort Gottes und lese oder höre:

Jesus lehrte am Sabbat in einer Synagoge. Und – siehe! – da war eine Frau, die seit achtzehn Jahren einen Geist der Krankheit hatte: Sie war ganz gebückt und konnte sich nicht mehr aufrichten.

Ich nehme den Schauplatz der Geschichte in mich auf: Ich sehe, ich höre, ich spüre und ich ertaste diese Szene: Jesus, der in der Synagoge lehrt, die vielen Menschen, die ihm zuhören – und diese Frau, irgendwo mittendrin. Eine Zeit der Stille.

Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sagte zu ihr: Frau, du bist von deiner Krankheit erlöst . Er legte ihr die Hände auf, und sofort richtete sie sich auf und lobte Gott.

Ich versuche, mit allen meinen Sinnen mitzuerleben, was da geschieht vor meinen Augen und Ohren. Ich fühle mich ein. Eine Zeit der Stille.

Der Synagogenvorsteher aber ärgerte sich, dass Jesus am Sabbat heilte, und er sagte zur Volksmenge: Sechs Tage sind es, an denen man arbeiten soll. An diesen Tagen kommt und lasst euch heilen, aber nicht am Sabbat!

Ich versuche, die Atmosphäre zu spüren. Wie wirken die Worte des Synagogen-vorstehers wohl auf die Frau; wie mögen sie wirken auf die Menschen ringsumher? –Und was lösen sie in mir aus? Eine Zeit der Stille.

Der Herr aber antwortete ihm: Ihr Heuchler! Bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder seinen Esel von der Krippe los und führt ihn zur Tränke? Und diese, die eine Tochter Abrahams ist und die der Satan – siehe! –  achtzehn Jahre gebunden hat, sollte diese nicht am Sabbat von ihrer Fessel gelöst werden?

Durch seine Antwort wurden alle beschämt, die gegen ihn waren; und alle Menschen freuten sich über alle wunderbaren Taten, die durch ihn geschahen.

Was sehe ich, was höre ich diesmal? Und wie wirkt das alles auf mich? Ich kann Jesus sagen, was ich mir nun wünsche. Eine Zeit der Stille.

Rückblick auf meine Gebetszeit: Wie ging es mir in der Zeit der Meditation? Was hat mich berührt? Was war schwierig? – Ich kann danach meine Gebetszeit mit Vater Unser und Segen beenden.

Lukas 10,38-42: Jesus zu Besuch bei Martha und Maria

Ich lade Sie ein, sich einmal in beide Frauen hineinzuversetzen. Wie geht es mir als Maria, als Martha?

Hier Meditation anhören (Pausen nach Bedarf einschalten):

Die folgende Geschichte ist kurz und prägnant. Ich werde sie dennoch beim Lesen ein paar Mal unterbrechen. Jedes Mal haben Sie dann Gelegenheit, sich in eine der beteiligten Personen hineinzuversetzen. Und sich dabei zu fragen: Wie mag dieser Mensch nun gedacht haben, was hat er oder sie wohl gefühlt? Es geht dabei nicht um die eine „richtige“ Antwort. Vielmehr dient diese Methode, Bibliolog genannt, dazu,  sich in die Beteiligten hineinzuversetzen. Auf diese Weise kann die Geschichte noch einmal anders verständlich, lebendig oder auch brisant werden.

Zur Situation der folgenden Geschichte: Jesus ist in Galiläa unterwegs. Er predigt das Reich Gottes, er heilt Kranke, er begegnet ganz unterschiedlichen Menschen. So auch in der folgenden Geschichte. Ich lese aus Lukas 10.

Als sie (Jesus mit seinen Jüngern) weiterzogen, kam er in ein Dorf. Eine Frau namens Marta nahm ihn gastlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu.

Ich bin Maria. Was geht in nun in mir vor? Wie geht es mir dort zu den Füßen Jesu? (eine Zeit der Stille, zwei Minuten oder mehr)

Marta aber war von vielen Diensten ganz in Anspruch genommen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich mit allen Diensten allein lässt? Sag ihr doch, dass sie mir zu Hilfe zu kommt!

Ich bin Martha. Ich spüre mal in mich hinein. Wie geht es mir jetzt, wo ich das Jesus sage, mit dem, was ich vorher erlebt habe? (eine Zeit der Stille, zwei Minuten oder mehr)

Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat den guten Teil gewählt, der wird ihr nicht genommen werden.

Ich bin Maria. Ich höre, was Jesus meiner Schwester sagt, ich sitze ja direkt bei ihm. Wie fühle ich mich jetzt, was geht in mir vor, was denke ich? (eine Zeit der Stille, zwei Minuten oder mehr)

Und nun schaue ich noch einmal zurück auf das, was ich in den Rollen von Martha und Maria erlebt habe. Was wirkt nun in mir nach? (eine Zeit der Stille)

Wenn ich möchte, kann ich Jesus nun sagen, was in mir lebendig ist. (eine Zeit der Stille)

Lukas 5,17-26: Heilung eines Gelähmten

Vier Freunde halten zusammen und tragen ihren gelähmten Freund bis zu Jesus. Eine Geschichte über Freundschaft und Glauben und über die Kraft der Vergebung.

Hier Meditation anhören (Pausetaste nach den einzelnen Impulsen bitte nach Bedarf betätigen):

Ich stimme mich ein: Ich finde meinen Platz fürs Gebet. Vielleicht muss ich erst noch mal was wegräumen oder umbauen; Zeichen von Homeoffice verschwinden lassen? – Ich setze mir eine Zeit für mein Gebet (z.B. zwanzig Minuten; oder eine halbe Stunde, die kann Weite und Raum schaffen). – Ich bitte Gott um das, was ich mir jetzt wünsche. Ich schenke ihm diese Zeit; und ich versuche, Erfolgs-Messlatten loszulassen. So, wie es ist, so, wie ich da sein kann, möchte ich es gerne annehmen (oder es versuchen). – Ich kann mich noch kurz in meinem Körper wahrnehmen: Wie bin ich jetzt da? Spüre ich Spannungen irgendwo?… Was ist da an Gefühlen? Vielleicht kann ich mich mit allem Gott überlassen, der mich ja geschaffen hat. Und dann spüre ich einige Atemzüge lang meinen Atem, wie er kommt und geht. – Und dann lese (oder höre) ich:

Eines Tages, als Jesus lehrte, saßen unter den Zuhörern auch Pharisäer und Gesetzeslehrer, die aus allen Dörfern Galiläas und aus Judäa und Jerusalem gekommen waren. Die Kraft des Herrn war durch ihn wirksam, sodass Heilungen geschehen konnten.

Was sehe ich? Was höre ich? Ich versuche, die Szene von damals vor meinen inneren Augen zu schauen, zu lauschen, die Atmosphäre aufnehmen… (einige Minuten Zeit)

Da brachten einige Männer einen Gelähmten auf einer Tragbahre. Sie versuchten, ihn ins Haus hineinzutragen, um ihn vor Jesus niederzulegen. Doch es herrschte ein solches Gedränge, dass sie keinen Weg fanden, den Kranken zu ihm zu bringen. Da stiegen sie auf das Dach des Hauses, deckten einige Ziegel ab und ließen den Gelähmten samt seiner Bahre mitten in den Raum hinunter, genau vor Jesus. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Mann: »Mein Freund, deine Sünden sind dir vergeben!«

Ich schaue, ich höre. Ich achte auf die Atmosphäre… und lasse das alles auf mich wirken. (einige Minuten Zeit)

Das erregte den Widerspruch der Schriftgelehrten und Pharisäer. »Wer ist dieser Mensch, der solche Gotteslästerungen ausspricht?«, fragten sie sich. »Niemand kann Sünden vergeben außer Gott.« Jesus wusste, was sie dachten. »Warum gebt ihr solchen Gedanken Raum in euren Herzen?«, fragte er sie. »Was ist leichter – zu sagen: ›Deine Sünden sind dir vergeben‹ oder: ›Steh auf und geh umher!‹? Doch ihr sollt wissen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben.« Und er wandte sich zu dem Gelähmten und sagte: »Ich befehle dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre und geh nach Hause!« Sofort stand der Mann auf, nahm vor ihren Augen die Bahre, auf der er gelegen hatte, und ging, Gott lobend und preisend, nach Hause.

Ich schaue, ich rieche, ich lausche…, versuche, die Atmosphäre im Raum zu spüren und die Gefühle der Menschen, die in diesem Haus versammelt sind. (einige Minuten Zeit)

Da gerieten alle außer sich vor Staunen und priesen Gott; voll Ehrfurcht sagten sie: »Heute haben wir unglaubliche Dinge erlebt.«

Noch einmal schaue ich, höre ich, nehme die Atmosphäre auf… und komme dann in Kontakt mit meinen eigenen Gefühlen und Gedanken. (eine Zeit der Stille)

Ich kann nun Gott sagen, was ich mir von ihm wünsche; oder mit Jesus sprechen über das, was mich bewegt. Ich kann auch einfach still vor ihm sein, so, wie ich bin.

Und dann kann ich am Ende, wenn es für mich gut ist, mein Gebet beenden mit dem Vater Unser oder mit einem Segen, und überlasse damit mich und meine Zeit der Schriftbetrachtung wieder Gott.

© Neue Genfer Übersetzung, Genfer Bibelgesellschaft

als Papierfassung als Audio (inklusive Einleitung in den Text und Eingangsgebet) – die Pausen für die Meditation wählen Sie selber durch die Pause-Taste.

Körperwahrnehmung als Audio und als Papierfassung

Ein Mensch sät auf Hoffnung. Und daraus kann etwas wachsen, erzählt Jesus im Gleichnis. Hier Anregungen für eine Zeit der Stille mit Gott: Zum Lesen oder zum Hören.

Die Frau ist mutig; sie ist kreativ; sie kennt sich aus… und sie setzt alles auf eine Karte. Hier können Sie eine Anleitung dazu herunterladen, entweder als Papier-Version oder zum Anhören.

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Schriftmeditation und kurze Körperwahrnehmung zu Beginn als Audio-Datei herunterladen

„Weihnachtlich“ ist das nicht: Die Mutter von Jesus will ihren Sohn sehen und wird erst mal krass zurückgewiesen! Das Markus-Evangelium schildert einen Besuchs-Versuch… Lesen oder hören Sie mehr: PDF runterladen Audio runterladen

Schrecken auf See: Ein heftiger Sturm auf dem See Genezareth bringt die Jünger von Jesus in Lebensgefahr. Jesus bleibt die Ruhe selbst… erstaunlich! Hier eine Anleitung, um diese Geschichte zu meditieren: PapierfassungAudiofassung

 
 
 

Hier die Papierfassung herunter laden; hier die Schriftbetrachtung als Audio (Pausen nach Bedarf verlängern)!

 
 

Hier eine Bibliolog-Anleitung zur „Kindersegnung“ zum Runterladen auf Papier. Und hier die Audio-Fassung auf die Ohren.
„Bibliolog“ ist eine Methode, bei der die HörerInnen der Geschichte sich in einzelne Personen der Geschichte hinein versetzen. So kann das Geschehen klarer und lebendiger werden.

Jesus wird von einem Mann aufgehalten mit der dringlichen Frage: „Was muss ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe…?“ Um die Geschichte mit allen Sinnen zu meditieren und sie vielleicht anders und neu zu erleben, können Sie hier die angeleitete Schriftmeditation als Papierfassung runterladen und hier als Audio-Datei (5:52 Minuten). Wichtig: Ich habe keine Stille-Phasen eingebaut; bitte beim Hören die Pause-Taste betätigen, wo ich ansage: „Eine Zeit der Stille“!

Als PDF: Körperwahrnehmung und Eingangsgebet: Hier runterladen

Einstieg in die Gebetszeit als Audio (5:45 Minuten): Hier runterladen 
Abschluss der Gebetszeit als Audio: Hier runterladen

Verwandtenbesuche Teil 2: Junge Frau besucht ältere Verwandte (Lukas 1,39-45)

Zur Vorgeschichte: Ein Engel verkündigt Maria, sie werde schwanger werden und einen besonderen Sohn zur Welt bringen, obwohl sie nicht verheiratet ist. Nun besucht ihre alte Verwandte Elisabeth, die ebenfalls schwanger geworden ist.
Zur Einstimmung suche ich mir einen Platz, wo ich jetzt möglichst wach und konzentriert da sein kann. Ablenkungen räume ich weg. Ich spüre mich kurz in meinem Körper und nehme auch meinen Atem wahr, wie er von selbst kommt und geht. – Dann lasse ich in mir aufsteigen, was ich mir jetzt von Gott, von Jesus wünsche und sage es ihm.

Hier Impuls zur Schriftbetrachtung runterladen:
Und hier ist der Impuls als Audio zum Runterladen

Versuchungen: Jeder kennt sie, auch wenn sie für jeden anders sind. Auch Jesus wurde versucht. Wie und wie er damit umging, beschreibt Lukas: Impulse für die eigene Stille zu Lukas 4,1-13 herunter laden: als PDFals Audio (inkl. kurze Körperwahrnehmung)

Der See Genezareth (oder „See von Tiberias“) liegt im Norden Israels und ist der tiefstgelegene Süßwassersee der Erde. Jesus war oft am oder auf dem See mit seinen Jüngern unterwegs. An diesem See von Genezareth ereignet sich eine folgenreiche Geschichte: Jesus beruft Simon Petrus, ihm nachzufolgen – bei einem überwältigend großen Fischfang.

Meditation zu Lukas 5,1-11 als PDF runterladen
Audio hier runterladen (Pausentaste nach Bedarf betätigen)

 

AudiofassungPapierfassung

Die Audiofassung enthält eine Körperwahrnehmung, ein Eingangsgebet und die Schriftbetrachtung. Die Papierfassung enthält zusätzlich eine Einführung und einen theologischen Schluss. Diesen Rahmen hat auf meinen Wunsch hin diesmal mein Mann, Dr. Werner Thiessen, promoviert im Neuen Testament, als Fachmann beigesteuert. Vielen Dank!

Ein neuer Impuls: als Bibliolog zum Selber-Meditieren, entweder zum Lesen (PDF runterladen) oder zum Hören (Audio runterladen).

Wie feiert Jesus das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern? Dieses besondere Essen bei der Passahfeier, und außerdem seine „Henkersmahlzeit“. Hier als Papier-Fassung runterladen.
Hier die Schriftbetrachtung als Audio.

 
 
 
 

Ganz unterschiedliche Charaktere kommen in dieser Geschichte vor… und Jesus mittendrin. Ich finde, es lohnt sich, einmal näher heran zu gehen: Ein Impuls zum Herunterladen: Papier oder Audio

Füße -Waschen – das war im Orient eine nette Willkommensgeste für den Gast. Dieses Füße-Waschen war die Aufgabe von nicht-jüdischen Sklaven – Arbeit auf „unterstem Niveau“. Hier ein Impuls, auf Papier oder zum Hören.

Hier finden Sie einen Oster-Impuls zu Johannes 20,11-18 zum Ausdrucken. Wenn Sie möchten, können Sie auf diese Weise persönlich in diese Begegnung von Jesus und Maria Magdalena eintauchen und mit allen Sinnen miterleben, was geschieht. (Zu Beginn erkläre ich kurz, wie ignatianische Schriftbetrachtung „geht“, die ich hier anleite).
Und hier ist derselbe Impuls als Audio zum Anhören:

Der auferstandene Jesus begegnet seinen Jüngern. Eine Schriftbetrachtung:  zum Ausdrucken und (Er-)Lesen, als Audio-File.

Mich einstimmen in diese Schriftbetrachtung: Körperwahrnehmung und Gebet als PDF: Hier runterladen
Körperwahrnehmung und Eingangsgebet als  Audio, hier runterladen
Abschluss der Gebetszeit: Hier runterladen 

Papierfassung – Audiofassung, Pausen nach Bedarf verlängern
(Die Papierfassung enthält ein paar Erklärungen zum griechischen Urtext und eine kurzgefasste Anleitung, wie man mit so einer Stille beginnen kann.)

Wenn nicht anderes bezeichnet, entstammen die verwendeten Bibeltexte entweder aus der Luther-Übersetzung: Die Bibel. Nach der Übersetzung von Martin Luther. (1984 oder 2017), Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart. Copyright mit freundlicher Genehmigung; oder aus der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe. © 2016 Katholische Bibelanstalt, Stuttgart; Alle Rechte vorbehalten.