Mitunter inspirieren mich Bibelworte oder -texte zu „Verdichtungen“. Hier einige Beispiele:

Schöpfer und Geschöpf

Ich hab den Weg der Wolken nicht ersonnen
den Gesang der Amsel nicht komponiert
und das Design keines einzigen Baumes entworfen

Du bist Schöpfer dieser Welt mit allen ihren Kreaturen

Ich lehne mich zurück
und lasse meinen Atem kommen und gehen
– ich bin so frei –
in dir kann ich mich bergen

September 2022

Süßer Wein und saure Trauben

Wein schenkst du aus
an alle
auf der Hochzeit
zu messianischer Festfreude

den Essig trinkst du
allein
am Kreuz
zum Heil

September 2022 zu Johannes 2,1-11 und Johannes 19,28-30

In Würde

Danke für alle Abschiede,
die du mich vollziehen lässt
in Würde

für alle Enttäuschungen
durch die du mich hindurch gehen lässt
in deine Wahrheit

für alles Vergangene,
das ich hinter mir lassen konnte
um deinetwillen

Du richtest mich aus
auf dein Morgen
dein Leben
im Hier und Jetzt

Sieh! Das Reich Gottes
ist mitten unter euch!

Juli 2022
zu Lukas 17,21

Hostie

geöffnet
durch dich
offen
für dich und Menschen

ein Spalt
ein Durchlass
Weite wird
durch dich

du wirst mir nah und kostbar

gebrochenes Brot
und darin doch ganz eins

gespeist, genährt
durch
Dein lebendiges Brot

Du umfängst meine
beiden Hälften
zum Heil

gehalten
von Dir
am Kreuz

Wie reich machst du mich!

Juli 2022

Pfahlwurzler

tief
mich verwurzeln
in Dir
bis hinab
zum Grundwasser
das will ich!

Selig der Mensch,
dessen Herz Du lockst!
„Wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen“
Erleben, dass er Früchte bringt
und dass seine Blätter nicht verwelken…“

Lass mich nicht töricht sein, Herr,
nicht meine Wurzeln verkümmern lassen
meinen Standort verlieren
bei Dir, der Quelle des lebendigen Wassers!

Juli 2022 – Psalm 1

Du in allen Zeitenwenden: Du, den ich suche

Du in Zeit und Raum gegenwärtig
Wie auch in allen Zeitenwenden
Gott, Du mein Gott
Dich suche ich
nach Dir dürstet meine Seele

Juni 2022, zu Psalm 63,1-2

Karsamstag

unter dem Totholz
winzig grüne Spitzen
in der Asche
kleine Glutnester

Du wirkst lebendig
lässt Neues entstehen
anbrechen und wachsen
aus Altem und Totem schaffst Du
Dir wieder neues Leben

sagt mir Dein Auferstehungswortglaube

Ostern wird
aus Deinem leeren Grab, Jesus
Du gibst dem Tod nicht das letzte Wort
den kalten Windhauch der Vergänglichkeit
umkleidest, umhüllst, durchdringst
Du
mit Atemluft Deiner Ewigkeit

April 2022

Karfreitag erleben
Johannes 19,1-37

erleben
durchleben
erleiden
durchleiden

wie man
Dir Deine Würde raubt
Dein Recht mit Füßen tritt
Dir Deine körperliche Unversehrtheit nimmt
Dich im Stich lässt
Dich hinterrücks an Feinde ausliefert
sich an Dir bereichert
seinen Mutwillen mit Dir treibt
und sein Mütchen an Dir kühlt

erleben
durchleben
erleiden
durchleiden
Du für uns

um unserer eigenen Schuld willen
dem, was wir
an Dreck am Stecken haben
und im Herzen tragen

für uns
hast Du es erlebt – durchlebt – erlitten und durchlitten
Dir sei Dank und Ehre – niemals genug!

Karfreitag, 15. April 2022

Göttlicher Abstieg

in die Niederungen
des Alltags
der Menschlichkeit
in die Niederungen
meiner Selbst

Du selbst
beugst Dich herab
zu den Armen
zu mir

Dir nach
wandelst Du mein Herz
auf Dich hin

zu Markus 1,40-45, Jesus heilt einen Aussätzigen
und zu Phil. 2,5-11, „Christus-Hymnus“: Er hat sich selbst erniedrigt
und wurde gehorsam bis zum Tode am Kreuz

Steinigung

Du beugst Dich hinab
bückt Dich ganz nach unten
senkst Deinen Blick
und schreibst…

Du verlässt die Augenhöhe
des Verachtens und der hagelnden Steine
Du distanziert Dich vom Angreifer-Modus
und der Verurteilung

Du führst die Selbstgerechten vor
Du entlässt die Gebeugte aus der Mitte ihrer Schuld

Du Gott
mitten unter uns
Gott mit uns
Für uns
Immanuel
Anbetung sei Dir!

zu Johannes 8,2-11, aus der Stille

Einmal in der Woche

einmal in der Woche
unterbrichst Du mich
in meinem Tun und Machen

einmal in der Woche
erinnerst Du mich
an Deinen Ruhetag

einmal in der Woche
lockst Du mich
in Deinen weiten Raum

wo ich einfach sein kann
bei Dir
und geliebt bin

Beim Golfplatz, Himmelskreuz

Loslassen in die Anbetung Gottes

loslassen
was
Hände und Hirn
Augen und Herz
halten
wollen
Dein Kommen
ruft mich
zur Anbetung
des Einen
Gottes
allein

Was suchst Du? – Weihnachts-Werdung

Leere aushalten
und Nicht-Wissen
Ängste und Ohnmacht

mit nackten Händen
und dürstendem Herzen
stehe ich
bin ich
knie ich

nur vor Dir
noch

Weihnachten wird
mir

Du hast Dich über mich erbarmt!

zu Johannes 1,38 und Matthäus 2,11

Weihnachten macht wahr

Weihnachten
kann mich wahr machen
und wesentlich

du zeigst mir in deiner Krippe
meine Armut
im Angesicht deiner verletzlichen Liebe

an deiner Krippe
schmilzt das Unwesentliche
Stroh

Dezember 2021

Weihnachten – Christfest

schief gewickelt
schief angesehen
misstrauisch beäugt

dieses Kind
bringt Stille und Ordnung
aus den Fugen
schon vor seiner Geburt

erobert
bezwingt
verlockt
reinigt ihre Herzen
heiligt ihre Ehe
zum Gehorsam gegen Gott
schon vor seiner Geburt

denn bei Gott ist nichts unmöglich

„Siehe, ich bin des Herrn Magd. Mir geschehe nach deinem Wort!“
Josef tat, wie ihm der Engel befohlen hatte.
(Matthäus 1,18-25; Lukas 2,38)

 Dezember 2021, aus der Stille

Zum Ende des Kirchenjahrs:

Träume

manchmal träume ich davon
nur noch das Eine
die eine Perle
und nichts mehr sonst

eines nur
das mein Herz
ganz und gar
eint und erfüllt

warten auf das Eine
den Einen
der kommt

Wir warten auf einen neuen Himmel und eine neue Erde, nach seiner Verheißung,
in denen Gerechtigkeit wohnt.
Matthäus 13,45f; 2. Petrus 3,13

Das Reich Gottes

das Reich Gottes
dein Schatz im Acker meines Lebens

das Reich Gottes
weit geöffnet für Kinder und Sünder

das Reich Gottes
es wächst von selbst und bringt Frucht

das Reich Gottes
DU mitten unter uns
das Reich Gottes
welches Wunder!

Lukas 17,21; 18,15-17; 19,1-10; Matthäus 13,44

Friede euch!

In die Angst hinter
meinen verschlossenen Türen:
„Friede Dir!“

In die Nichtigkeit und Leere
meines Seins:
„Friede Dir!“

In die Verzagtheit
unserer Gemeinschaft
„Friede euch!“

Du kommst selbst
hauchst uns Deinen Geist ein
setzt mich in Bewegung
zusammen mit anderen
füllst uns mit Hoffnung
„Friede euch!“

in den Atemrhythmus
aus Vertrauen und Vergeben
Vertrauen und Hingabe
Vertrauen und Nachfolge

Johannes 20,19-23

Lassen – gelassen

loslassen
überlassen
mich lassen

Dich lassen
zulassen
entlastend

lassen
gelassen
aus Dir

Jesus trat in die Mitte seiner Jünger und sprach: Friede sei mit euch!
Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen.

Johannes 20,19-20

Dich in allem suchen und finden

Dich in allem suchen
und finden
im Schönen und im Hässlichen
im Leichten und im Schweren
im Lauten und Leisen
in Hell und Dunkel
meines Lebens

Du, Gott, in der Mitte meiner Tage

Du Ursprung meines Lebens
Du Glück meiner Tage
Du, meine Hoffnung auf Vollendung

gerufen
gemeint
geliebt
von Dir

so
kann ich leben
Tag für Tag

so
liebst Du mich

„Auf alle Gottesverheißungen ist in Ihm, Christus, das Ja.
Darum sprechen wir auch durch ihn das Ja, Gott zur Ehre.“

2. Korinther 1,20

Erbarmen

mich hineinknien
in das Erbarmen
zu den Menschen
mich von Dir weiten lassen
im Herzen
zum Anderen, zum Nächsten hin

mir von Dir
ein barmherziges Herz schenken lassen
darum bitten
immer neu

weil ich in der Tiefe
meines ganzen Lebens
darauf angewiesen bin
auf Dein Erbarmen

und weil Du immer neu Deine Hand
nach mir ausstreckst und sagst:
Ich will es! Sei rein!

5. Juli 2021 zu Markus 1,41

Verirrungen

nach außen
im Außen
mich spüren
erleben
sein

nach innen
im Innen
mich spüren
erleben
sein

Du rufst zu Dir
Deine Stimme erklingt
im Außen im Innen
im Wort, im göttlichen „logos“,
vom Uranfang her,
hörbar durch Gottes Heiligen Geist

ruft es ins Sein
großes Du
Erlöser
Retter
Christus

24. Mai 2021; Pfingstmontag

Hier und jetzt und so

an diesem Ort meiner Existenz
ist mein Auftrag
im Zentrum
und nicht nur an den Rändern des Tages
in Mitte und Müdigkeit
Gebet
Anbetung des Erlösers
Lobpreis des Schöpfers
24. Mai 2021; 14.47 Uhr

Du bist anders

Du passt in keinen Rahmen
deckst Dich nicht mit meinen Bildern
jede Schablone engt Dich nur ein

Du bist
größer
tiefer
weiter
anders

Anbetung sei Dir!
Halleluja!
Amen.

17. Mai 2021

Vergänglichkeit in Deiner Ewigkeit

an immer mehr Stellen
tickt die Uhr
meiner Vergänglichkeit
täglich nagt an mir
der Zahn dieser Zeit.

Du aber in mir
pulsierend in meinen Adern
durch Deinen heiligen Geist
unvergängliches Blut
aus Deiner der Ewigkeit

Schabbat um Schabbat
an jedem siebten Tag,
dem Tag Deiner Auferstehung
erinnerst du mich:

Gnade um Gnade
empfange ich
aus Deiner Fülle
Tag um Tag

bis in die Ewigkeit
wer das glaubt
in Ewigkeit
wird sie nicht sterben
sondern leben

Johannes 2,1ff; Johannes 11,25.26

Glut der Anbetung

Wenn sich der Sturm endlich gelegt hat
schauen wir in den Ruinen um uns
halten Ausschau
nach neuer Glut
unter alter Asche

wie Sehnsucht nach Dir
Gottesfurcht
Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten
Anbetung

fallen nieder auf unsere Knie
in der Ferne leuchtet
Dein Stern auf

30. Januar 2021, zu Matthäus 2,1-12; mitten aus der 2. Welle und Virus-Mutationen-Ausbrüche

Heimsuchung 2021

aus dem fruchtlosen
Mich-Informieren
wächst nichts als Angst und Enge
kann auch nichts wachsen
oder gedeihen
zur Gottesliebe hin

keine Pfade führen von der Sackgasse aus
mehr weiter
in die Anbetung
des kommenden Königs
der mitten unter uns wohnt
im Reich Gottes

hinter welchem Baum-Strauch
würde ich mich verstecken
wenn Deine Gnade nicht ausreichte
für meine Schuld
im Übermaß?

Auf dem Grund aller Dinge und Ängste
wartest Du auf mich
mit geöffneten Armen
voller Rettungsfreude

Lukas 8,4-15, spez.v.14; Lukas 15,20-24;
Genesis/ 1. Mose 3,10; Jona 4,6

Wüstentag

mir-Geschenk
aus Dir
konturlos noch
keine Wände
noch Wälle noch Türen
noch Uhrzeiger
Du ringsum

Stunde um Stunde
Der Geschmack von Freiheit
auf meiner Zunge
am Gaumen klebt
die Sehnsucht nach Dir

am Horizont
immer gegenwärtig
Wolken voll Leere
und Langeweile und Zweifel
– ziehen sie herauf?

Deine Zusage füllt die Atmosphäre:
„Ich bin mit dir und behüte dich,
wohin du auch gehst“,
wo immer du auch bist.

Genesis / 1. Mose 28,15: Siehe, ich bin mit dir und behüte dich, wohin du auch gehst.

Glücklicher Tausch

tausche US-amerikanische First Lady in Black
tausendfach vernetzt verlinkt geliked
kontaktiv und immer in Bewegung und Gespräch
an der Weltoberfläche kräftig mitmischend
im Gutes-Tun

gegen hochbetagte Schweizer Nonne im Kloster
schöpferisch fruchtbar aus Einsamkeit und Stille
im Rhythmus von Stundengebet und Schriftbetrachtung
in jahrzehntelanger Klausur
inmitten ihrer Mitschwestern

31. Januar 2021, nach dem Lesen der Biographie von Michelle Obama und im – dann wieder –Lesen im Gedichtbuch von Silja Walter zum Kirchenjahr

Der Meister ist da und ruft dich

Dein Ruf
mitten hinein
ins Haus der Trauer
mitten hinein
in alle Totenklagen
mitten hinein in mein Herz…
und sie stand eilends auf
und ging zu ihm

Heimlich ergeht Dein Ruf an mich
hinein kommst Du in
alte Hoffnungslosigkeiten
und rufst mich heraus
zu Dir
und ich komme

zu Johannes 11,19.28f
21. Juni 2021

Erfolgloses Mühen

leer
erfolglos haben wir uns eine Nacht um die Ohren geschlagen
nach bestem Wissen uns gemüht
für nichts und wieder nichts

am frühen Morgen kalt müde erschöpft
frustriert traurig und hungrig
allein und verloren

Du stehst am Ufer
plötzlich bist Du da
wir erkennen Dich nicht

Du gibst meinem Denken und Tun eine neue Wendung
Mein Leben wendest Du mit Deinem Wort:
Fang noch einmal an!
Fang’s noch einmal anders an!
Beginne von Neuem,
mit mir,
von mir beauftragt,
auf mein Geheiß
fang!

Welche Fülle!
Welch überraschender, überwältigender Fang
Welche Wendung meines Geschicks.

Alles hast Du schon vorbereitet
Du lädst uns ein zu Deinem Mahl.
Du nährst und sättigst
Auch unser Eigenes sollen wir beisteuern
Meine Gaben werden Dir „Zubrot“

Alles ist bereit!
Kommt, schmeckt und seht: Wie freundlich ist der Herr!

17. April 2021; aus der Stille zu Johannes 21,1-14

Oster-Morgen

Sehr früh am Morgen
hast du den Stein weggerollt
tödlicher Bequemlichkeit.

Sehr früh am Morgen
hast Du den Stein weggerollt
für den Anfang des Tages mit Dir.

Sehr früh am Morgen
rollst du mir den Stein weg vor dem
Felsengrab aus Zweifel und Sorge und Angst.

Sehr früh am Morgen
kommst Du dann selbst,
Auferstandener,
durch alle verschlossenen Türen hindurch
in mein Leben –
Friede ist!

Ostern, zu Markus 16,1-4; Johannes 20, 19

Heilung

Er voll Aussatz
Du voll Güte und Erbarmen
Er voll Sehnsucht
Du voll Heilkraft im Heiligen Geist

Er findet Dich
Du suchst ihn
Unendliche Freude
Sein Wille trifft Deinen

Ihr werdet euch eins
Wir feiern das Reich Gottes
Angekommen in unserer Mitte
Im Kyrios Jesus

14. Januar 2021 zu Lukas 5,12-16

Eingeschneit

Eingeschneit
Vermummt in Schneewände
Verschanzt hinterm Schneetreiben
Selbst die Spuren von Feldhase und Katzen
Zugeschneit
Blank die Wiese hinterm Haus

Eingeigelt in deine Worte
Am Kamin deiner Liebe
Behutsame Barmherzigkeit, Du,
wartest und wachst
bis ich komme
und mich lasse
zu dir hin
und in dich hinein

Entriegelst mein Herz der Winterzeit
Schmilzt du Schicht um eisige Schicht
Am Feuer deiner Liebe und Güte
Tag für Tag
Jahr um Jahr
Ehre sei Dir, Geliebter, Treuer,
Schöpfer und Herr meines Lebens

13. Januar 2021, aus der Stille und dem Erleben des Schnees

Du kommst

Du kommst
In alle Ängste
In alle Hoffnungslosigkeiten
In alles Dunkel

Du bist gegenwärtig
Licht der Welt
Hoffnung für uns Völker
Freude den Traurigen

Du bist hier
Heute an diesem Tag
Wie grau und trüb er sein mag WEITERLESEN

Sonntags

in meinen Fließtext hinein
schreibst du deine Atemzeichen
zum Luft holen
Kraft schöpfen
meine Lebensenergien sanft erneuern lassen von Dir

du Schöpfer aus dem Nichts
machst es mir vor:
schaffen und machen
vollenden und ruhen
segnen und heiligen

dessen, was werden durfte
aus deinen Händen
unter deinem offenen Himmel
auf unserer Erde

Du Atem Gottes, Du Schöpfer selbst,
bewahrst deinen langen Atem mit mir
in Ewigkeit
Amen.

26. Juli 2020 zu Genesis 2,2.4.7

 
 
 

a

In Corona-Zeiten

noch mal ganz neu
auf Dich konzentriert
werden
von Dir
reduziert
arm-selig
gemacht werden

entblößt aller Wichtigkeiten

zu Dir hin
auf Dich hin

nichts mehr als Du
ganz nackt
bleibt uns
im Letzten und Vorletzten
schon manchmal
nichts anderes
mehr

3. Juni 2020, aus der Stille

Mich von Dir ziehen lassen zu Dir

mich von Dir ziehen lassen:

auf Dich hin
zu Dir hin

das, was ich erlebe
denke oder glaube

mit meinen Empfindungen, meinen Gefühlen

mich locken lassen, rufen lassen
zu Dir hin

„Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.“
(Jesus im Johannes-Evangelium, 12,32)

27. Mai 2020 im Zugehen auf Pfingsten

Gottesbegegnung

in der Stille schärfst Du, Gott, mein Ohr
im Nichts-Machen-Wollen, im Nichts-Erreichen-Wollen
begegnest Du mir,
Du redest
Du leitest lehrst
Du liebst
Du machst mich empfänglich
für das Wort Deiner Liebe

Maskenpflicht

Maskenpflicht
Scheuklappen
„Mit unverhülltem Angesicht widerspiegelnd die Herrlichkeit Jesu Christi“ ??

Nur mit gebührendem Abstand
1,50 mindestens
– Du kommst uns ganz nah…

Kontaktverbote
Keine großen Gruppen
Möglichst viel allein und drinnen
Um alle zu schützen
–Du hast dir nicht den Kontakt zu uns verbieten lassen
Hast uns aufgesucht, wo wir zuhause sind
In unserer Einsamkeit und Sehnsucht

Jesus, wir brauchen dich in unserer Zerrissenheit
Hilf uns leben
Gib uns Sicherheit und Geborgenheit in dir
Bei allem, was so lange verboten war
Was wir jetzt langsam wieder aufbauen dürfen

Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn. (Schlachter-Bibel, 2. Kor. 3,18)

7. Mai 2020