Meine Gedichte entstehen aus meinem Unterwegs-Sein mit Gott. Vielleicht inspirieren Sie sie für Ihr Leben, Ihren Alltag?

Für uns Menschen

nicht für die Starken
sondern für die Schwachen

nicht für die Reichen
sondern für die Armen

nicht für die Gesunden
sondern für die Kranken

nicht für die Gerechten
sondern für die Ungerechten

bist du gekommen
zu unserem Heil
wie kostbar ist das

wie unbegreiflich und unfassbar
deine Liebe
zu uns

Ehre sei Dir!

Januar 2023 aus der Meditation von Markus 2,13-17

Du bist ein Gott, der mich sieht

Du Gott des Sehens
nimmst mit Deinem Sehen
mich ganz auf

Du Gott des Sehens
erfasst mich umfänglich ganzheitlich
bis in alle Tiefen

Du Gott, der mich ansieht
darin atme ich
Trost und unendliche Bergung

Du Gott, der mich sieht
ich kann mich wieder
aufrichten
mit Leib und Seele
weil Du mich siehst

zu 1. Mose 16,13; Lukas 13,10-17

Weihnachten macht wahr

Weihnachten
kann wahr machen
und wesentlich

du zeigst mir in deiner Krippe
meine Armut
im Angesicht deiner verletzlichen Liebe

an deiner Krippe
schmilzt das Unwesentliche
Stroh

Dezember 2021

Was trägt?

Christus am Kreuz
trägt
unsere Abgründe und Berge von
Schuld
Einsamkeit
Verzweiflung
und Angst

Er trägt das alles!
Und deshalb kann er sagen:
„Es ist vollbracht!“

zu Johannes 19,28-30

Schöpfer und Geschöpf

Ich hab den Weg der Wolken nicht ersonnen
den Gesang der Amsel nicht komponiert
und das Design keines einzigen Baumes entworfen

Du bist Schöpfer dieser Welt mit allen ihren Kreaturen

Ich lehne mich zurück
und lasse meinen Atem kommen und gehen
– ich bin so frei –
in dir kann ich mich bergen

September 2022

Süßer Wein und saure Trauben

Wein schenkst du aus
an alle
auf der Hochzeit
zu messianischer Festfreude

den Essig trinkst du
allein
am Kreuz
für uns alle zum Heil

September 2022 zu Johannes 2,1-11 und Johannes 19,28-30

Pfahlwurzler

tief
mich verwurzeln
in Dir
bis hinab
zum Grundwasser
das will ich!

Selig der Mensch,
dessen Herz Du lockst!
„Wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen“
Erleben, dass er Früchte bringt
und dass seine Blätter nicht verwelken…“

Lass mich nicht töricht sein, Herr,
nicht meine Wurzeln verkümmern lassen
meinen Standort verlieren
bei Dir, der Quelle des lebendigen Wassers!

Juli 2022 – Psalm 1

Du in allen Zeitenwenden: Du, den ich suche

Du in Zeit und Raum gegenwärtig
Wie auch in allen Zeitenwenden
Gott, Du mein Gott
Dich suche ich
nach Dir dürstet meine Seele

Juni 2022, zu Psalm 63,1-2

Karsamstag

unter dem Totholz
winzig grüne Spitzen
in der Asche
kleine Glutnester

Du wirkst lebendig
lässt Neues entstehen
anbrechen und wachsen
aus Altem und Totem schaffst Du
Dir wieder neues Leben

sagt mir Dein Auferstehungswortglaube

Ostern wird
aus Deinem leeren Grab, Jesus
Du gibst dem Tod nicht das letzte Wort
den kalten Windhauch der Vergänglichkeit
umkleidest, umhüllst, durchdringst
Du
mit Atemluft Deiner Ewigkeit

April 2022

Karfreitag erleben
Johannes 19,1-37

erleben
durchleben
erleiden
durchleiden

wie man
Dir Deine Würde raubt
Dein Recht mit Füßen tritt
Dir Deine körperliche Unversehrtheit nimmt
Dich im Stich lässt
Dich hinterrücks an Feinde ausliefert
sich an Dir bereichert
seinen Mutwillen mit Dir treibt
und sein Mütchen an Dir kühlt

erleben
durchleben
erleiden
durchleiden
Du für uns

um unserer eigenen Schuld willen
dem, was wir
an Dreck am Stecken haben
und im Herzen tragen

für uns
hast Du es erlebt – durchlebt – erlitten und durchlitten
Dir sei Dank und Ehre – niemals genug!

Karfreitag 2022

Göttlicher Abstieg

in die Niederungen
des Alltags
der Menschlichkeit
in die Niederungen
meiner Selbst

Du selbst
beugst Dich herab
zu den Armen
zu mir

Dir nach
wandelst Du mein Herz
auf Dich hin

zu Markus 1,40-45, Jesus heilt einen Aussätzigen
und zu Phil. 2,5-11, „Christus-Hymnus“: Er hat sich selbst erniedrigt
und wurde gehorsam bis zum Tode am Kreuz

Steinigung

Du beugst Dich hinab
bückt Dich ganz nach unten
senkst Deinen Blick
und schreibst…

Du verlässt die Augenhöhe
des Verachtens und der hagelnden Steine
Du distanziert Dich vom Angreifer-Modus
und der Verurteilung

Du führst die Selbstgerechten vor
Du entlässt die Gebeugte aus der Mitte ihrer Schuld

Du Gott
mitten unter uns
Gott mit uns
Für uns
Immanuel
Anbetung sei Dir!

zu Johannes 8,2-11, aus der Stille

Einmal in der Woche

einmal in der Woche
unterbrichst Du mich
in meinem Tun und Machen

einmal in der Woche
erinnerst Du mich
an Deinen Ruhetag

einmal in der Woche
lockst Du mich
in Deinen weiten Raum

wo ich einfach sein kann
bei Dir
und geliebt bin

Beim Golfplatz, Himmelskreuz

Loslassen in die Anbetung Gottes

loslassen
was
Hände und Hirn
Augen und Herz
halten
wollen
Dein Kommen
ruft mich
zur Anbetung
des Einen
Gottes
allein

Träume

manchmal träume ich davon
nur noch das Eine
die eine Perle
und nichts mehr sonst

eines nur
das mein Herz
ganz und gar
eint und erfüllt

warten auf das Eine
den Einen
der kommt

Wir warten auf einen neuen Himmel und eine neue Erde, nach seiner Verheißung,
in denen Gerechtigkeit wohnt.
Matthäus 13,45f; 2. Petrus 3,13

Das Reich Gottes

das Reich Gottes
dein Schatz im Acker meines Lebens

das Reich Gottes
weit geöffnet für Kinder und Sünder

das Reich Gottes
es wächst von selbst und bringt Frucht

das Reich Gottes
DU mitten unter uns
das Reich Gottes
welches Wunder!

Lukas 17,21; 18,15-17; 19,1-10; Matthäus 13,44

Friede euch!

In die Angst hinter
meinen verschlossenen Türen:
„Friede Dir!“

In die Nichtigkeit und Leere
meines Seins:
„Friede Dir!“

In die Verzagtheit
unserer Gemeinschaft
„Friede euch!“

Du kommst selbst
hauchst uns Deinen Geist ein
setzt mich in Bewegung
zusammen mit anderen
füllst uns mit Hoffnung
„Friede euch!“

in den Atemrhythmus
aus Vertrauen und Vergeben
Vertrauen und Hingabe
Vertrauen und Nachfolge

Johannes 20,19-23

Lassen – gelassen

loslassen
überlassen
mich lassen

Dich lassen
zulassen
entlastend

lassen
gelassen
aus Dir

Jesus trat in die Mitte seiner Jünger und sprach: Friede sei mit euch!
Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen.

Johannes 20,19-20

Dich in allem suchen und finden

Dich in allem suchen
und finden
im Schönen und im Hässlichen
im Leichten und im Schweren
im Lauten und Leisen
in Hell und Dunkel
meines Lebens

Du, Gott, in der Mitte meiner Tage

Du Ursprung meines Lebens
Du Glück meiner Tage
Du, meine Hoffnung auf Vollendung

gerufen
gemeint
geliebt
von Dir

so
kann ich leben
Tag für Tag

so
liebst Du mich

„Auf alle Gottesverheißungen ist in Ihm, Christus, das Ja.
Darum sprechen wir auch durch ihn das Ja, Gott zur Ehre.“

2. Korinther 1,20

Hier und jetzt und so

an diesem Ort meiner Existenz
ist mein Auftrag
im Zentrum
und nicht nur an den Rändern des Tages
in Mitte und Müdigkeit
Gebet
Anbetung des Erlösers
Lobpreis des Schöpfers

Du bist anders

Du passt in keinen Rahmen
deckst Dich nicht mit meinen Bildern
jede Schablone engt Dich nur ein

Du bist
größer
tiefer
weiter
anders

Anbetung sei Dir!
Halleluja!
Amen.

17. Mai 2021

Oster-Morgen

Sehr früh am Morgen
hast du den Stein weggerollt
tödlicher Bequemlichkeit.

Sehr früh am Morgen
hast Du den Stein weggerollt
für den Anfang des Tages mit Dir.

Sehr früh am Morgen
rollst du mir den Stein weg vor dem
Felsengrab aus Zweifel und Sorge und Angst.

Sehr früh am Morgen
kommst Du dann selbst,
Auferstandener,
durch alle verschlossenen Türen hindurch
in mein Leben –
Friede ist!

Ostern, zu Markus 16,1-4; Johannes 20, 19

Heilung

Er voll Aussatz
Du voll Güte und Erbarmen
Er voll Sehnsucht
Du voll Heilkraft im Heiligen Geist

Er findet Dich
Du suchst ihn
Unendliche Freude
Sein Wille trifft Deinen

Ihr werdet euch eins
Wir feiern das Reich Gottes
Angekommen in unserer Mitte
Im Kyrios Jesus

zu Lukas 5,12-16

Eingeschneit

Eingeschneit
Vermummt in Schneewände
Verschanzt hinterm Schneetreiben
Selbst die Spuren von Feldhase und Katzen
Zugeschneit
Blank die Wiese hinterm Haus

Eingeigelt in deine Worte
Am Kamin deiner Liebe
Behutsame Barmherzigkeit, Du,
wartest und wachst
bis ich komme
und mich lasse
zu dir hin
und in dich hinein

Entriegelst mein Herz der Winterzeit
Schmilzt du Schicht um eisige Schicht
Am Feuer deiner Liebe und Güte
Tag für Tag
Jahr um Jahr
Ehre sei Dir, Geliebter, Treuer,
Schöpfer und Herr meines Lebens

Januar 2021, aus der Stille und dem Erleben des Schnees

Mich von Dir ziehen lassen zu Dir

mich von Dir ziehen lassen:

auf Dich hin
zu Dir hin

das, was ich erlebe
denke oder glaube

mit meinen Empfindungen, meinen Gefühlen

mich locken lassen, rufen lassen
zu Dir hin

„Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.“
(Jesus im Johannes-Evangelium, 12,32)

Gottesbegegnung

in der Stille schärfst Du, Gott, mein Ohr
im Nichts-Machen-Wollen, im Nichts-Erreichen-Wollen
begegnest Du mir,
Du redest
Du leitest lehrst
Du liebst
Du machst mich empfänglich
für das Wort Deiner Liebe